Ein Jahr im Bundestag – zwei Höhepunkte, die mich besonders bewegen
1. Die Inklusionskonferenz der SPD-Fraktion
Ein Moment, der mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird, war unsere Inklusionskonferenz. Was mich an diesem Tag besonders berührt hat, war die Energie, die im Raum stand – das Vernetzen mit über 100 Gästen, den Aktivist*innen aus der Szene, den Verbänden und den Menschen, die Inklusion jeden Tag leben. Ich habe unfassbar viel mitgenommen: an Perspektiven, an Geschichten, an Dringlichkeit. Ein starkes Zeichen war es auch, dass Bärbel Bas und Jürgen Dusel gemeinsam auf der Bühne standen und sich öffentlich zur Barrierefreiheit bekannt haben. Dieses Bekenntnis – getragen von der gesamten Fraktion – ist ein wichtiges Signal nach außen.
Besonders deutlich wurde an den verschiedenen Panels: Inklusion ist ein echtes Querschnittsthema. Ob Arbeit, Katastrophenschutz, Sport, Wohnen oder Antidiskriminierung – es gibt kaum einen politischen Bereich, in dem Inklusion nicht entscheidend mitgedacht werden muss. Ich freue mich besonders diesen Austausch bei der nächsten Inklusionskonferenz weiterführen zu können und noch andere Themen beleuchten zu können.
2. Das Positionspapier „Zukunftspapier für eine inklusivere Gesellschaft"
Aus dieser Erkenntnis heraus entstand auch das zweite Highlight meines Jahres: unser Positionspapier für eine inklusivere Gesellschaft und einen gerechteren Sozialstaat. Fast ein Jahr Arbeit ist in dieses Papier geflossen – quer durch die Arbeitsgruppen der Fraktion, in jeder AG das Thema Inklusion noch einmal auf den Tisch gelegt, diskutiert, geschärft. Genau das war für mich die große Bereicherung: Inklusion nicht als eigenständiges Feld am Rand zu behandeln, sondern als Frage, die in jeder politischen Debatte ihren Platz hat. Das Papier ist aus dieser Arbeit herausgewachsen – ein Stück politischer Überzeugung, das jetzt seinen Weg in den Parlamentsalltag findet. Beide Höhepunkte zeigen mir: Inklusion ist keine Zusatz Aufgabe, die man anhängt, wenn Zeit bleibt. Sie ist die Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen – und im Bundestag genau deshalb gut aufgehoben ist. Teilhabe ist Menschenrecht.