Besuch von Carsten Träger und Heike Heubach: Herausforderungen für den Umweltschutz in Gablingen und am Lech

Büro Heubach

21. Februar 2025

Am 19. Februar 2025 besuchten die SPD-Bundestagsabgeordneten Heike Heubach und Carsten Träger mehrere Orte im Landkreis Augsburg-Land, um sich über drängende Umwelt- und Infrastrukturfragen auszutauschen. Heike Heubach, die den Wahlkreis Augsburg-Land und Aichach-Friedberg im Bundestag vertritt, wurde dabei von Carsten Träger, dem bayerischen Spitzenkandidaten und umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, unterstützt.

Flächenverbauch und Straßenbau in Gablingen In Gablingen-Holzhausen informierten sich die Abgeordneten über den anhaltenden Flächenverbrauch im Landkreis und geplante Infrastrukturprojekte. Besonders der Kies- Sand- und Tonabbau sorgt bei den Gemeindevertreter:innen vor Ort für Kritik. Der Gemeinderat Helmut Grieshaber machte deutlich, dass Kommunen kein Mitspracherecht bei solchen Genehmigungsverfahren haben, da das Landratsamt die Ablehnung seitens der Kommune – wie in diesem Fall Gablingen – überstimmen kann. Carsten Träger betonte: „Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht über den Schutz von Natur und Klima gestellt werden. Auch der Willen der Kommunen und der Bürger:innen muss beachtet werden: Die Expert:innen für die eigene Gemeinde ungehört zu lassen, ist nicht richtig.“ Neben dem Kies- und Sandabbau in den Vorranggebieten im Lechtal wurde auch die geplante Verbreiterung der Bundesstraße zwischen Wertingen und Augsburg thematisiert. Der Ausbau sei überdimensioniert und entspreche nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, so die Kritik. „Die Straßen müssen saniert werden, aber nicht verbreitert“, erklärte Träger. Heubach ergänzte: „Die Kommunen müssen hier auch besser an der Infrastrukturplanung beteiligt und auch der Austausch zwischen den staatlichen Ebenen muss verbessert werden.“

Renaturierung des Lechs und das „Licca Liber“-Projekt In Langweid und Gersthofen standen die Renaturierung des Lechs und das Projekt „Licca Liber“ im Fokus. Besonders betont wurde von Patrizia Majowski vom Lebensraum Lechtal e.V. die Notwendigkeit, den Lech in einen natürlichen Zustand zu versetzen, um langfristig den Klimawandel zu bekämpfen und die Biodiversität zu fördern. „Ein natürlicher Fluss kann sich selbst regeln und bietet somit den besten Hochwasserschutz“, erklärte Heubach und unterstrich die Bedeutung des Projekts für den ökologischen Umbau der Region. Die Renaturierung des Lechs sei laut den Expert:innen des „Vereins Lebensraum Lechtal“ von enormer Bedeutung, um die Fließgeschwindigkeit zu dynamisieren und den Auenraum wiederherzustellen. Träger betonte, dass der Fokus auf einem ökologischen Umbau liegen müsse, bei dem alle Interessen berücksichtigt werden, es müsse demnach auch die Perspektive von Landwirt:innen einbezogen werden. Das Gespräch mit Experten und lokalen Akteur:innen zeigte eindrücklich, dass der Umweltschutz in der Region noch viele Herausforderungen bereithält. Besonders wichtig ist die Beteiligung der Bürger*innen und der lokalen Akteur:innen, um Lösungen zu finden, die sowohl der Natur als auch den Menschen zugutekommen. „Nur durch gemeinsames Handeln, lokal und global, können wir eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen sichern“, betonte Carsten Träger. Heike Heubach abschließend: „Die Zusammenarbeit zwischen den Bürger:innen, den Gemeinden und den politischen Akteur:innen ist entscheidend. Wir müssen in den Umweltschutz investieren, damit auch zukünftige Generationen eine lebenswerte Region vorfinden.“

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